Ankern in einer Bucht: eine Anleitung in 4 Schritten

Yacht vor Anker in einer ruhigen Bucht

Ankern kann einer der nervenaufreibenderen Teile eines Segelurlaubs sein, bis man die Schritte kennt, dann ist es wirklich unkompliziert. So gelingt es Ihnen jedes Mal ganz entspannt.

Die Nacht in einer wunderschönen Bucht zu verbringen ist eines der Highlights eines Segelurlaubs. Das ist verständlich: Sie sind umgeben von Natur, mit einem privaten „Pool“ und einem spektakulären Blick aufs Meer. Der Haken ist, dass Sie dafür ankern müssen. Ist das schwierig, oder riskant? Ganz und gar nicht. Befolgen Sie diese vier Schritte, und Sie werden problemlos ankern und ruhig schlafen.

1. Finden Sie einen guten Platz

Prüfen Sie vorab die Tiefe der Bucht, damit Sie wissen, wie viel Kette oder Ankerleine Sie ausbringen müssen: die Faustregel ist das Dreifache der Wassertiefe. Strömung kann bedeuten, dass Sie einen zweiten Anker brauchen, um zu vermeiden, dass das Boot quer zur Dünung liegt, wenn diese aus einer ungünstigen Richtung kommt. Im Mittelmeer gibt es selten starken Wind, aber auch dann können Wellen vor Anker unangenehm sein, also berücksichtigen Sie die Windrichtung bei der Wahl Ihres Platzes, und lassen Sie genug Raum um das Boot, um mit Wind oder Strömung schwojen zu können.

2. Bereiten Sie sich vor und verteilen Sie Aufgaben

Kommen Sie vorbereitet an: der Anker sollte frei von der Ankerklüse sein, die Kette frei laufen können, und die elektrische Ankerwinsch, falls vorhanden, eingeschaltet sein. Besprechen Sie den Plan mit Ihrer Crew und verteilen Sie klare Rollen: wer steuert, wer wirft den Anker, wer kümmert sich um alles andere.

3. Prüfen Sie, ob der Anker hält

Sobald der Anker am Grund liegt und genug Leine ausgebracht ist, prüfen Sie, ob er richtig sitzt, indem Sie vorsichtig rückwärts fahren, gerade genug, um ihn zu testen, und dann etwas stärker, um zu bestätigen, dass er fest hält.

4. Stellen Sie einen Ankeralarm ein

Die meisten Yachten haben heute GPS an Bord, das meist auch einen Ankeralarm umfasst. Einmal aktiviert, schlägt er Alarm, wenn das Boot nachts weiter als erwartet von seiner Ankerposition abdriftet.

Tipp: Stellen Sie den Alarmradius nicht zu eng ein, sonst löst er ständig aus, da das Boot naturgemäß mit Wind oder Strömung schwojt.

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